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    "title": "VUB-Geologen entschl\u00fcsseln erstmals das Alter der Gesteine des Maastrichter Steinbruchs",
    "modified_at": "2022-03-30 08:30:02",
    "published_at": "2022-03-30 08:30:00",
    "url": "https://press.vub.ac.be/vub-geologen-entschlusseln-erstmals-das-alter-der-gesteine-des-maastrichter-steinbruchs",
    "short_url": "http://prez.ly/csYb",
    "culture": "de_DE",
    "language": "DE",
    "subtitle": "Forscher verwenden neue Techniken, um zu bestimmen, wann Kalksteinschichten und Fossilien im Zeitalter der Dinosaurier, vor 73 bis 66 Millionen Jahren, entstanden sind",
    "slug": "vub-geologen-entschlusseln-erstmals-das-alter-der-gesteine-des-maastrichter-steinbruchs",
    "body": "<p><strong>Geologen der Vrije Universiteit Brussel und der KU Leuven haben in Zusammenarbeit mit dem Natuurhistorisch Museum Maastricht und Natuurmonumenten die Millionen Jahre alten Felsen in den Steinbr&uuml;chen bei Maastricht kartiert. Mithilfe moderner Techniken konnten die Forscher erstmals das Alter der verschiedenen Kalksteinschichten und Fossilien sehr viel genauer bestimmen. Die Kalksteinschichten entstanden in der letzten &Auml;ra der Dinosaurier, vor 72,9 bis 66,0 Millionen Jahren, einer Zeit, als unsere Region noch eine lebendige Unterwasserwelt war. Die Ergebnisse dieser Forschung wurden in der renommierten Fachzeitschrift Newsletters on Stratigraphy ver&ouml;ffentlicht. </strong></p>\n<blockquote><p><strong>&bdquo;Durch den Vergleich der Ver&auml;nderungen in der chemischen Zusammensetzung der Gesteine mit anderen Orten auf der Welt konnten wir viel genauer bestimmen, wie alt die Schichten des Kalksteinpakets und damit auch die hier gefundenen Fossilien sind&ldquo;, erkl&auml;rt der Geologe Johan Vellekoop, der diese Forschung im Rahmen seines Postdocs an der Vrije Universiteit Brussel durchgef&uuml;hrt hat. &bdquo;Dank dieser Forschung k&ouml;nnen wir mehr &uuml;ber die Entwicklung des Lebens in den subtropischen Meeren um Maastricht vor Millionen von Jahren erfahren.&ldquo;</strong></p></blockquote>\n<p>Die Gegend um Maastricht ist geologisch sehr interessant, denn an der Oberfl&auml;che befinden sich Gesteine, die vor Millionen von Jahren entstanden sind, als die Region noch ein flaches, subtropisches Meer war. Muscheln und Skelette von Meerestieren haben sich im Laufe der Zeit aufget&uuml;rmt und eine etwa 100 Meter dicke Kalksteinschicht gebildet. Bei den zahlreichen Ausgrabungen, die in den letzten Jahren in Steinbr&uuml;chen wie dem ehemaligen ENCI-Steinbruch durchgef&uuml;hrt wurden, sind mehrere einzigartige Fossilien entdeckt worden, erkl&auml;rt Vellekoop:&nbsp;</p>\n<blockquote><p>&quot;Ber&uuml;hmt ist der Maastrichter Mosasaurier, ein Meeresreptil, das bis zu 18 Meter lang werden konnte, aber auch Meeresschildkr&ouml;ten und sogar einige Dinosaurierreste wurden gefunden, die alle im Natuurhistorisch Museum Maastricht bewundert werden k&ouml;nnen. Das genaue Alter dieser Fossilien war bis jetzt unbekannt.&quot;</p></blockquote>\n<p>In der neuen Studie untersuchten die Geologen die chemische Zusammensetzung des Gesteins.</p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wir haben auch die Konzentrationen der chemischen Elemente gemessen&ldquo;, sagt Kollege Pim Kaskes. &bdquo;Diese Analysen zeigen, dass das flache Maastrichter Meer w&auml;hrend des gesamten Zeitraums sauerstoffreich war und sich daher sehr gut f&uuml;r die Erhaltung eines vielf&auml;ltigen &Ouml;kosystems voller Leben eignete. Die letzten sechs Millionen Jahre der Dinosaurier-&Auml;ra sind ohnehin weltweit als ,<strong>Maastrichtium&lsquo;</strong> bekannt, benannt nach der Stadt Maastricht. Es ist fantastisch, dass wir die fr&uuml;here Unterwasserwelt vor unserer Haust&uuml;r nun so genau datieren und damit direkt mit Regionen am anderen Ende der Welt vergleichen k&ouml;nnen.&quot;</p></blockquote>\n<p>In der Region um Maastricht wurde jahrzehntelang in verschiedenen Steinbr&uuml;chen, wie dem ehemaligen ENCI-Steinbruch und dem Steinbruch Hallembaye, Kalkstein abgebaut. Inzwischen sind viele dieser Steinbr&uuml;che in Naturschutzgebiete umgewandelt worden. Infolgedessen werden die Felsw&auml;nde im Steinbruch zuwachsen und f&uuml;r die geologische Forschung nicht mehr zug&auml;nglich sein. Um das geologische Erbe der Region Maastricht ein letztes Mal zu erfassen, wurde vor vier Jahren von Forschern das Maastrichtian Geoheritage Project ins Leben gerufen. Neben dem Sammeln von Gesteinsmaterial wurde mithilfe von Kamerabildern einer Drohne ein genaues 3D-Modell des Steinbruchs erstellt. Das gesammelte Bild- und Gesteinsmaterial wurde nun im Natuurhistorisch Museum Maastricht sorgf&auml;ltig archiviert und bleibt dort f&uuml;r zuk&uuml;nftige Forschungen frei zug&auml;nglich.</p>\n<p><strong>Kontakt:</strong></p>\n<p>Johan Vellekoop</p>\n<p><a href=\"mailto:Johan.vellekoop@kuleuven.be\" style=\"color:#0563c1; text-decoration:underline\">Johan.vellekoop@kuleuven.be</a></p>\n<p>0488 79 86 83</p>\n<p>Pim Kaskes</p>\n<p><a href=\"mailto:Pim.kaskes@vub.be\" style=\"color:#0563c1; text-decoration:underline\">Pim.kaskes@vub.be</a></p>\n<p><strong>Fotos und Drone-Aufnahmen:</strong></p>\n<p>Abbildung 1: Ein Teil des Geologenteams der Vrije Universiteit Brussel und der KU Leuven nach der Beprobung des ehemaligen ENCI-Steinbruchs bei Maastricht (Foto: Pim Kaskes).</p>\n<p>Abbildung 2: Rekonstruktion des subtropischen Meeres von Maastricht, in dem es vor Leben wimmelt, darunter Mosasaurier und Meeresschildkr&ouml;ten (Credits: Erik Jan Bosch, Naturalis Biodiversity Center, Leiden).</p>\n<p>Abbildung 3: Drohnen&uuml;berblick &uuml;ber die Westseite des ehemaligen ENCI-Steinbruchs in Sint-Pietersberg (Foto: Pim Kaskes).</p>\n<p>Abbildung 4: Geologen der Vrije Universiteit Brussel und der KU Leuven in Aktion im ehemaligen ENCI-Steinbruch (Foto: Pim Kaskes).</p>\n<p>Abbildung 5: Sch&auml;del des Mosasauriers B&egrave;r aus der Sammlung des Natuurhistorisch Museum Maastricht (Foto: John Jagt).</p>\n<p>Video 1: Drohnenaufnahmen von der geologischen Kampagne im ehemaligen ENCI-Steinbruch bei Maastricht (Foto: Pim Kaskes).</p>",
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            "caption": "Foto 3: Drone overzicht van de westkant van de voormalige ENCI groeve in de Sint-Pieters Berg (foto: Pim Kaskes).",
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            "caption": "Foto 5: Schedel van mosasaurus B\u00e8r uit de collectie van het Natuurhistorisch Museum Maastricht (foto: John Jagt).",
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            "caption": "Foto 1: Een deel van het team van geologen van de Vrije Universiteit Brussel en KU Leuven na het bemonsteren van de voormalige ENCI groeve nabij Maastricht (foto: Pim Kaskes).",
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            "caption": "Figuur 2: Reconstructie van de Maastrichtse subtropische zee boordevol leven met onder meer mosasauri\u00ebrs en zeeschildpadden (credits: Erik Jan Bosch, Naturalis Biodiversity Center, Leiden).",
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            "caption": "Foto 4: Geologen van de Vrije Universiteit Brussel en KU Leuven in actie in de voormalige ENCI-groeve (foto: Pim Kaskes).",
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